Während sich die Deutschen fragen, wer die Schulden der Krise bezahlen soll, machen sich innovative ITler in USA Gedanken, wie man maroden Geschäftszweigen wieder auf die Beine helfen kann. Eine marode Sparte ist sicher der Buchhandel, der immer mehr Kunden an die Internet Händler verliert. Der traditionsreiche Buchhändler Barnes&Noble in USA ist dabei auf einen interessanten Dienst für den Kunden gekommen, der geschickt die Stärken einer traditionellen Buchhandlung – nämlich die Möglichkeit das Buch vor dem Kauf anzulesen- mit moderner IT kombiniert. In Barnes&Noble Läden wird man mit NOOK, dem neuen E-Book von Barnes&Noble (und Konkurrenten von Amazon’s KINDLE) alle Bücher über eine freie WLAN Verbindung anlesen können. Das soll vor allem junge Kunden in die Läden bringen, die sich heute vorwiegend im Internet bedienen.
Das ist ein sehr schönes Beispiel wie eine neue Technologie (das E-Papier) nur dann Erfolg hat, wenn auch interessante Anwendungen und Vertriebswege geschaffen werden. In Deutschland werden zwar beliebig viele Technologie-Forschungsprojekte gefördert, bei der Umsetzung in neue Produkte versagt jedoch unsere Infrastruktur. Na ja, man kann auch jede neue Falte an der Karosserie eines hochpreisigen Automobils als Fortschritt feiern.
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