IT Politik

Beiträge vom August 2009

Chipforschung statt Chipfertigung in Dresden?

August 13, 2009 · Kommentar schreiben

Die NY Times glaubt in Deutschland eine grundsätzliche Diskussion über den Wert von Fabriken und der Fertigung von Waren speziell Halbleiterchips in Deutschland ausgemacht zu haben. Diese Diskussion wird Dresden und dem Land Sachsen quasi aufgezwungen, da die Halbleiterhersteller QIMONDA (Siemens) und NXP (Philips) in Dresden den Betrieb eingestellt haben. Jetzt will man sich auf Forschug und Entwicklung speziell für die Mobile Kommunikation LTE konzentrieren. Damit könnte man nicht nur die Halbleiterspezialisten beschäftigen sondern auch die Kommunikationsspezialisten an der Universität Dresden, deren langjähriger Auftraggeber und Subventionslobbyist Siemens sich in Richtung Finnland aus dem Staub gemacht hat. Aus der Softwareentwicklung weiss man, dass mit dem Kopf wesentlich bessere Renditen erzielt werden können, als mit vielen Arbeitern in teuren Fabriken. Da die Politik jedoch nur auf das Zählen von Umsatz (BNP) und Arbeitsplätzen fixiert ist, tut man sich schwer, selbst die geringen Fördermittel für den Start junger Unternehmer in dieser Branche aufzubringen.  Ob der Raum Dresden den Umschwung in der jetzigen Weltmarktsituation schaft, ist mehr als fraglich – man hätte diese Strategie ähnlich wie im Raum Böblingen (IBM) schon wesentlich früher verfolgen müssen, um ein genügend leistungsfähiges Entwicklungszentrum und ein großes Portfolio moderner Halbleiterbauelemente und einen verlässlichen  Kundenstamm aufzubauen.

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