IT Politik

GI Sorgt sich mal wieder um Sicherheit der Gesundheitskarte

Juni 4, 2009 · Kommentar schreiben

Während Herr Scheer, der Vorsitzende von Bitkom, die rasche Einführung der Gesundheitskarte fordert (warum haben das die Mirglieder der Bitkom eigentlich nicht schon vor Jahren nach Plan gemacht?)  meldet die GI mal wieder Sicherheitsbedenken an. Dabei wird immer wieder übersehen, dass das ganze Konzept der Gesundheitskarte eigentlich unsinnig ist und benutzerfeindlich ist. Deshalb kommt die Implementierung auch nicht voran. Das Konzept einer großen Datenbank mit medizinischen Daten aller Bürger ist nicht zeitgemäß und sicherheitstechnisch auch nicht von den „Experten“ der GI nicht beherrschbar. Warum soll ein Arzt, der meist nur mit wenigen Kollegen und einigen Krankenhäusern kommuniziert, seine Patientendaten in eine zentrale Datenbank einstellen? Die Patientendaten lagern dort in den Systemen ohne besondere Aufmerksamkeit und Schutz von Gesundheitsministerium und der Datenschutzbeauftragten der Länder – dafür sind die ja gar nicht zuständig sondern die Wirtschaftsministerien! In der übrigen Wirtschaft tauschen ja auch nur die Partner relevante Daten aus, die eine Geschäftsbeziehung haben.  Damit wird eine natürliche Barriere für Datenschnüffelei aufgebaut. Allerdings sollten in Deutschland sichere verlässliche Netzwerke, die laufend an den Stand der Sicherheitstechnik angepasst werden, für die sensitive Kommunikation von Patientendaten aufgebaut werden wobei der Patient ein Recht auf Einsicht der Transferprotokolle haben sollte. Aber auch hier sollten man keine Monopolinfrastruktur aufbauen.

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