Während die alten „Parteihirsche“ wie Müntefering, Seehofer oder Kauder nach wie vor ihre Kommunikation über Parteikader und Seniorenstammtische machen und sich wundern, dass sie immer weniger potentielle Wähler erreichen, gibt es erfreulicherweise eine junge Garde von Abgeordneten, die sehr offen die neuen Medien nutzt, um mit ihren potentiellen Wählern zu kommunizieren. Das holpert noch ein bischen funktioniert aber bei einigen schon erfreulich gut. Diese offene Kommunikation hilft auch den jungen Abgeordenten eine eigene Position zu entwicklen oder zumindest über die offizielle Parteilinie zu reflektieren. Phoenix startet nun das Projekt MdB 2.0 mit dem fünf junge Bundestagsabgeordnete mit Web 2.0 Technologie im Wahlkampf beobachtet werden. Ein interessantes Projekt, das eventuell das Halali für die Platzhische einleiten könnte. Die Hoheit über die bayrischen Stammtische ist eben nicht mehr viel wert, wenn sich die Jungen bei mySpace und YouTube treffen und die Senioren es abends nicht mehr an den Stammtisch schaffen.
Beiträge vom Februar 2009
Junge Abgeordnete mit Medienkompetenz
Februar 27, 2009 · Kommentar schreiben
Kategorien: IT · Politik · Web 2.0
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Das Tal der Ahnungslosen – SPD in Facebook
Februar 17, 2009 · Kommentar schreiben
Erfreulicherweise beschäftigen sich unsere Parteien nun auch mit neuen Medien und Web 2.0 Techniken (Obama läßt grüßen!). Hierzu wurde von der SPD ganz im Stil von Frau Merkel ein informeller Beirat eingerichtet mit > 30 Vertretern einschlägiger Firmen und Interessenvertretern. Wie in der Politik typisch, sind aber keine Benutzer im Beirat. Schaut man sich den SPD Facebook Auftritt mal an, so erkennt man sofort, dass man offensichtlich keine Inhalte und auch keine Ideen hat, was man mit dem Auftritt erreichen will. Wer möchte schon FreundIn oder Twitter Follower von Frank (-Walter) Steinmeier oder Hubertus Heil werden? Immerhin versucht die SPD wenigstens sich mit der neuen Medienlandschaft vertraut zu machen, während Horst Seehofer bei einer Anfrage eines bayrischen Hobby-Hühnerzüchters im Internet auf den Dienstweg mit Papier an sein Büro verweist. Es wäre schon viel erreicht, wenn die Parteien wenigstens intern zeitgemäße IT Mittel einsetzen. Dass es auch ohne moderne IT geht, beweist die FDP, deren lokale Ortsgruppe nicht einmal in der Lage ist, korrek formatierte eMail und Dokumente zu verteilen. Bei der FDP wird aber offensichtlich gezielt die Gruppe von Internet Halbgebildeten angesprochen, die in Deutschland sicher größer als 18% ist!
Kategorien: IT · Politik · Web 2.0
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Google greift nach dem Energiemanagement
Februar 10, 2009 · Kommentar schreiben
Google wendet seine Benutzer orientierte Geschäftspolitik nach der Einführung des Google Mobiltelefons nun auch auf die Versorgung mit elektrischer Energie an. Anders als IBM will Google aber nicht Infrastruktur für das Intelligent Grid anbieten, sondern den Energiezähler für Einspeisung und Abnahme der Energie beim Verbraucher kontrollieren. Damit kann man in einem zweiten Schritt Volumenverträge mit Energielieferanten abschließen und einen Teil des Gewinns an die Verbraucher weitergeben. Ähnlich wie beim Mobilfunknetzwerk werden dann die Besitzer der Netzwerke in eine Nebenrolle gedrängt. Da Google viel Erfahrung mit benutzerfreundlichen Systemen und Marketing bei Endkunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Google damit Erfolg haben wird.
Es zeigt sich mal wieder, dass die deutsche Forschungspolitik mit der Förderung der „traditionellen“ wenig innovativen Platzhirsche auf dem Energiesektor, auf die falschen Pferde setzt. Innovationen müssen verbraucherorientiert sein, wenn sie am Markt erfolgreich sein sollen.
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Google Panne – mehr als ein Warnzeichen!
Februar 4, 2009 · Kommentar schreiben
Wenn ein einzelner Mitarbeiter von Google eine Panne mit globalen Ausmaßen verursachen kann, dann kann man sich kaum vorstellen, was passiert wenn Google gezielt Suchergebnisse manipuliert oder welche Dienste das Unternehmen Regierungen oder Unternehmern wie Herrn Mehdorn in Zukunft anbieten kann. Auf alle Fälle empfiehlt es sich regelmäßig auch andere Suchdienste (Microsoft Live Search, Yahoo Search u.a. ) zu benutzen, die häufig bei professioneller Nutzung sinnvollere Ergebnisse liefern als Google. Auf alle Fälle sollte man die alternativen Suchdienste verwenden, wenn man mit den stark kommerziell und „Fun“ ausgerichteten Suchergebnissen von Google nicht zufrieden ist. (Ich verwende zum Beispiel den Yahoo Toolbar im Firefox Browser um nach englischen Ergebnissen zu suchen während Google die deutschen Ergebnisse liefert). Man sollte sich auch überlegen ob es sich lohnt, sich bei der Nutzung eines Mobiltelefons in die Abhängigkeit von Google zu begeben. Der G1 Vertrag der Telekom für das Google Handy erfordert zwingend die Verwendung eines Google Mail Accounts. Eine sinnvolle Nutzung des Google Handies ist nur bei Inanspruchname von Google Services zur Speicherung von Adressdaten bei Google u.a. möglich. Ähnliche mobile Services kann man sich auch völlig herstellerunabhängig und wesentlich billiger z.B. auf Basis des Opera Mini Browsers bekommen. Allerdings muss man sich die Services mühsam zusammensuchen und konfigurieren. Es ist verblüffend dass z.B. Nokia nicht erkannt hat, wie wichtig ein kundenfreundliches Softwarepaket für die „freie“ Nutzung von Mobiltelefonen ist. Die Kunden würden sicher ein wirklich offenes System für mobile Services sicher schätzen. Ob das Betriebssystem (Android) dabei offen oder proprietär ist spielt dabei für den Endkunden keine Rolle.
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