Ein wesentlicher Aspekt der Finanzkrise ist die mangelnde Transparenz der Finanzsysteme infolge fehlender Softwaresysteme. Allerdings hat man den Eindruck, dass die Banker die Langsamkeit der IT Abteilungen beim Implementieren neuer Funktionen auch bewusst ausgenutzt haben, indem immer neue „Produkte“ kreiert wurden. Das Management hat wohl auch bewusst keine Cockpit Funktionen gewollt, die einen Überblick über die Lage gegeben hätten. Inzwischen sollte es aber jedem klar sein, dass ein paar Politiker und „erfahrene“ Manager aus der Wirtschaft, die sich zur Aufbesserung ihrer Diäten einige Male im Jahr treffen um Bankgeschäfte zu kontrollieren, wohl keine gute Lösung für die Kontrolle der Risiken einer Bank sind. Es müssen Online Kontrollsysteme für die Banken geschaffen werden, die erlauben, das Tagesgeschäft und die akkumulierten Risiken zu überwachen, egal welche Massnahmen von den Regierungen beschlossen werden.
Auf alle Fälle werden die mehr oder weniger unschuldigen IT-ler bei den Banken mit Entlassungen und niedrigeren Löhnen für die Fehler ihrer hoch bezahlten Bankkollegen büssen müssen. IT-ler besetzen eben traditionell „Leidfunktionen“ während die gutbezahlten leitenden Positionen von anderen Fakultäten besetzt werden. Der Nachwuchs scheint das erkannt zu haben und strömt nicht in Massen in die IT Berufe, wie es die Industrielobby propagiert.
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Im Moment gibt es viel Aufregung über den Datenschutz in Deutschkand in der EU. Da in der Regel nach langer Diskussion die Lobby in USA mit massivem Einsatz die Rechte im Internet definiert, sollte man sich schon mal die gängige Praxis in USA anschauen – so kommt’s dann auch bei uns. Bei Lookupanyone kann man nicht nur die persönlichen Daten, und Finanzdaten sondern auch Lebensläufe, Strafdatenliste und Informationen über Eigentumsverhältnisse der Bürger finden. Die Geschäftsbedingungen erlauben nur geschäftliche Nutzung der Daten. Was ist aber heute nicht geschäftlich und wer will das überprüfen? Ähnliche Services gibt es für gutes Geld auch in Deutschland – nur wird da nicht so offen im Internet geworben.
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Bei der EU gibt es ein Portal Your Voice in Europe Ihre Stimme . Die dazu dienen soll mit den EU Gremien Kontakt aufzunehmen und eventuell diese mit Diskussionen und Rat zu beeinflussen. Versucht man sich aber dort zu registrieren, stellt man fest, dass in diesem Gremium nur Organisationen z.B. Vereine oder Firmen willkommen sind. EU Bürger sind unerwünscht! Für diese gibt es Foren. Besucht man zum Beispiel Future of Europe findet man einen fehlerhaften Besucheranzeiger (0 obwohl zumindest ein User surft!) und viele Äusserungen ohne jegliche Moderation – die EU Bürokratie und deren Vertreter beteiligen sich nicht an den Diskussionen. Das ganze dient wohl nur als Sprachrohr, das ins Nirgendwo gerichtet ist. Zumindest auf dem Segment „Bürgebeteiligung mit Web 2.0″ scheint die EU nicht als führend in der IKT Industrie unterwegs zu sein!
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