IT Politik

eGovernment ohne Link Management?

Juli 21, 2008 · Kommentar schreiben

Bei Referenzen zu Websites von Bund, Ländern und Gemeinden fällt auf, dass ganz anders als bei kommerziellen Sites die Webadressen offensichtlich nicht systematisch verwaltet werden. Hat man mal ein Bookmark gesetzt, so läuft man sehr häufig schon nach kurzer Zeit in die Leere (404 Browser Fehler). Immer wieder findet man auch eGovernment Seiten, die nicht direkt addressiert sondern nur auf verwunschenen Wegen erreicht werden können. Auch scheint man von Pretty URLs, die dem Benutzer den Zugriff erleichtern, noch nie etwas gehört zu haben. Offensichtlich sind hier offensichtlich inkompetente Site Strategen (und externe Berater) am Werk, die immer mal wieder einen Grund finden, die Organisation einer Site zu ändern (wie erst neulich das Bundesfinanzministerium) ohne dass darüber nachgedacht wird, was mit den ganzen Referenzen passiert. Auf alle Fälle stehen da die Benutzer ziemlich hilflos da. Ein Unternehmen, würde mit einer solchen Strategie viele Kunden und seine im Web angesammelte Werbung und Kundeninformation verlieren. Beim eGovernment scheint das wenig zu stören, da die Kunden ja durch Zwangsabgaben(Steuern) unabhängig von der Qualität des Services bezahlen müssen. Moderne Mash Up Systeme, bei denen Funktionen und Seiten benutzergerecht in Portalen angeordnet werden, kann man damit natürlich nicht realisieren. Von modernen Composite Application Strukturen im eGovernment sind wir wohl noch Jahrzehnte entfernt.

Kategorien: Politik · Software · Web 2.0
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