IT Politik

GI Wahlen – wie man’s im Web 2.0 Zeitalter nicht machen sollte

November 22, 2007 · Kommentar schreiben

Die Gesellschaft für Informatik (GI) tut sich wie alle Vereine schwer repräsentative Kandidaten für die oft aufwändigen Ämter im Verein zu finden. Die Wahl übers Internet wird als technologische Großtat gefeiert ist aber durch völlig überzogene Sicherheitstechnik (es wird per Post ein Brief mit Rubbelpin verschickt!) und ungeschickte Implementierung z.B. mit Soft Keyboard auf dem Screen) einer Wahl im Verein nicht angemessen. Siehe auch: Albert Endres: Elektronische Wahlen bei der GI und anderswo – ein Grund nach neuen Ideen zu suchen. Informatik Spektrum, Vol. 30, Nummer 2, April 2007,  91-94 (leider nicht Online verfügbar !!!)  
  

Anstatt aber mit modernen Web 2.0 Techniken mit Foren und Diskussionen zur Kandidatenfindung die GI Mitglieder wirklich einzubinden, wird die Kandidatenliste „konventionell“ erstellt. Kein Wunder dass dann keine jungen Informatiker (denen wird die Dienstreise ja nicht von der Firma genehmigt!) und kaum Kandidaten aus der Industrie zu finden sind, da diese üblicherweise sich den Luxus von Anwesenheitsmeetings  im Gegensatz zu den Angehörigen der Universitäten nur selten leisten können. Man würde sich wünschen, dass die GI mehr Wert auf die Nutzung moderner Methoden in der Vereinsarbeit legt, um damit auch anderen Vereinen und politischen Parteien mit gutem Beispiel voranzugehen.  Allerdings genügt es nicht ein paar Blogs und Foren einzurichten. Demokratie muss auch im Web gelebt werden!       

Kategorien: Allgemein · Politik · Software
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