Sowohl Google als auch Microsoft haben erkannt, dass einer der größten Zukunftsmärkte das Gesundheitswesen (oder besser Ungesundheitswesen) ist. Interessant ist, mit welchen Strategien beide Unternehmen vorgehen. Microsoft versucht Standards für die Vernetzung von Anbietern (Ärzte, Krankenhäuser, … ) basierend auf Microsoft Software zu etablieren. Damit soll mehr und teurere Software verkauft werden. Google hingegen versucht, direkt Dienste für den Endverbraucher zu schaffen. Das Vorwort zu Google Health macht das sehr deutlich „ “At Google, we feel patients should be in charge of their health information, and they should be able to grant their health care providers, family members, or whomever they choose, access to this information. Google Health was developed to meet this need.”
Etwa 58% der Patienten in USA bringen bereits Ausdrucke aus dem Internet mit, wenn sie mit neuen Symptomen zum Arzt gehen. Es ist zu erwarten, dass ähnlich wie bei der Suche den Internet Nutzer mit Hilfe von Google und assoziierten Dienstleistern im Gesundheitswesen eine von Google dominierte Infrastruktur aufgezwungen wird. Die einzige Alternative wäre wohl eine offene, standardisierte Gesundheitsinfrastruktur, bei der die Benutzer selbst entscheiden können, wo sie ihre Daten speichern und wem sie Zugriff auf die Daten geben. Die Daten könnten dann in persönlich kontrollierten Stellen auf dem eigenen PC oder im Host nach Wahl des Benutzers abgelegt werden. Im Moment ist aber keine Organisation in Sicht, die eine solche Standardisierungsarbeit leisten und diese auch mit Hilfe der Open Source Community und der Politik am Markt durchsetzen könnte.
Wahrscheinlich sind Patienten gut beraten sich ihre Gesundheitsakte in einem persönlichen Portal selbst zu organisieren. Siehe hierzu auch
2 Antworten bis hierher ↓
Gesundheitsakte (Healthvault) bei Microsoft « PrivatesPortal // Oktober 5, 2007 um 12:49 |
[...] ist natürlich auch auf der Gesundheitsschiene unterwegs. Mal sehen wie der Kampf der Titanen ausgeht. Klar ist, dass Deutschland mal wieder eine [...]
Bitkom Lobbyarbeit für elektronische Gesundheitskarte « IT Politik // Oktober 30, 2007 um 3:41 |
[...] Google, Microsoft und Co werden der deutschen Chipkarten Lobby wohl zeigen, wie man es Online weltweit richtig macht. [...]