Das Erdbeben in Haiti hat ganz deutlich gezeigt, dass der Katastrophenschutz in Deutschland wenig vorbereitet ist, bei größeren Katastrophen vor allem im Ausland effizient zu helfen. Eine Vielzahl von Organisationen, die keine Infrastruktur haben um effizient zusammenzuarbeiten, werkeln mit besten Absichten aber wenig Effizienz vor sich hin. Immer vorne dabei sind die Gruppen mit Suchunden, die sich sehr gut im Fernsehen machen aber weniger ausrichten können als ein Minibagger vor Ort. Häufig gibt es auch Eifersüchteleien unter den Hilfsorganisationen (es geht ja auch um Spendengelder) und gegenseitiges Ausspielen der lokalen Behörden, die von den Hilfsorganisationen Bestechungsgelder abkassieren, damit man überhaupt helfen darf (z.B. Schutzgeldzahlung an des Regime in Darfour). Ganz übersehen wird dabei, dass man heute mit Mobilfunk und Internet Hilfe auch von der Heimat aus leisten kann. Ein Beispiel war z.B. das von Privat Personen innerhalb weniger Tage aufgesetzte Vermissten-Portal nach dem Tsunami. Ganz wichtig wäre z.B. ein Logisitk Informationssystem, um die Hilfe sinnvoll zu lenken.
Die in Deutschland benutzte Kommunikationsinfrastruktur für Polizei, Rettungswesen, Feuerwehr, THW usw ist aber im Ausland völlig unbrauchbar – dort muss man mit normalem Mobilfunk arbeiten können. Das wäre auch in Deutschland notwendig, da es nach der Abschaffung der Luftschutzsirenen praktisch keine vernünftigen Systeme mehr gibt, mit denen man die Bevölkerung bei lokalen Katastrophen warnen kann. Da ertrinken dann Menschen bei einem lokalen Hochwasser (oder bleiben aktuell im Schnee stecken) weil nur Polizei und Feuerwehr über die Lage Bescheid wissen. Dabei lassen sich mit modernen Web 2.0 Methoden Informations- und Warnsysteme ganz einfach und große Kosten implementieren. Inzwischen gibt es auch genügend Leute, die mit einem iPhone mobil auf Internetdienste zugreifen können. Leider scheinen aber weder Behörden noch die einschlägige Industrie Interesse an Systemen zu haben, bei denen man nicht Hunderte von Millionen ausgeben muss sondern auf Standard Technologie und die mündigen Bürger setzt. Da Katastrophen zum Glück relativ selten sind muss man beim Katastropehnschutz möglichst Systeme verwenden, mit denen die Menschen täglich umgehen. Zum Lernen ist es im Katastrophenfall zu spät.
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Forscher brauchen immer (und immer mehr) Geld für ihre Forschung. Da liegt es nahe, dass man populäre Themen aufgreift, die von Politik und Öffentlichkeit diskutiert werden. In den 90er Jahren versprachen fast alle Forscher, dass man mit ihren Forschungsergebnissen in Zukunft schnellere Computer bauen kann. Das traf auch zu – jedoch meist ohne die Erkenntnisse der bezahlten Wissenschaftler. Später konnte man zumindest in Deutschland Forschungsgelder mit dem Thema “Waldsterben” locker machen. Das klappt jetzt nicht mehr so gut – der Wald nimmt mit standortgerechten Bäumen und der Aufgabe von Wiesen in Deutschland wieder zu! Dafür hat man jetzt die Erderwärmung als Problem für die Beantragung von Forschungsgeldern und Hochleistungsrechenanlagen auserkoren. Zunächst kann man nicht bestreiten, dass zur Zeit zumindest in einigen Gegenden die Erde wärmer wird. Temperaturzyklen sind seit langem bekannt. So wuchsen zur Zeit als die Römer die Alpen überquerten dort Bäume und im Mittelalter hatten die Bewohner unter der “kleinen Eiszeit” zu leiden. Dabei kommt man wie in der Wissenschaft schon immer üblich leicht zu “willkommenen” Ergebnissen. So mussten sich sogar die Experten der Vereinten Nationen für eine Falschmeldung über das Abschmelzen der Himalaya Gletscher entschuldigen. Nun gibt es eine große Gruppe von IT Wssenschaftlern, die riesige Weltmodelle entwerfen, mit denen die Erderwärumg in den nächsten 20 – 50 Jahren vorhergesagt wird. Das ist reine Scharlatanerie, die man leicht daran erkennt, dass Klimamodelle heute nicht einmal das Wetter für die nächsten 2 Wochen verlässlich berechnen können. Das liegt daran, dass die Erde ein extrem komplexes System ist, bei dem nicht einmal so grundlegende Klimaaspekte wie der Einfluss der Weltmeere oder die Wolkenbildung hinreichend verstanden werden. Ganz zu schweigen von der komplexen Interaktion vieler nichtlinearer Funktionen im Weltklima. Wie fragil, die derzeitigen Modelle sind erkennt man auch an der sogenannten “Schmetterlingshypothese” demnach ein Flügelschlag eines Schmetterlings z.B. eine katastrophale Wetterentwicklung auslösen kann – aber natürlich nicht in Realität sondern nur im Computermodell!
Die Klimaforscher weisen aber darauf hin, dass ihre Modelle die Entwicklung z.B. die Temperaturerhöhung mit vermehrtem CO2 Ausstoß in der Vergangenheit richtig widergeben. Nun weiß aber jeder, der einmal komplexe Systeme simuliert hat, dass man mit viel Arbeit Modelle entwickeln kann, die die bekannte Vergangenheit widergeben. (Die Banker finden ja auch immer eine Periode in der die Aktien gestiegen sind). Das lässt aber bei nichtlinearen Funktionen keine zwingenden Schlüsse auf die Zukunft zu. Seriöse Wissenschaftler weisen dagegen darauf hin, dass die Modellierung des Weltklimas erst in den Kinderschuhen steckt. Offensichtlich glauben aber viele Wissenschaftlern daß es nicht möglich ist, ohne Katastrophennachrichten und Weltrettungsvorschlägen Mittel für große wissenschftliche Rechenanlagen zu bekommen, die für echte und sinnvolle Forschung benötigt werden. Oder benutzt die Politik sie nur als Hofnarren, um von den realen drückenden Problemen der Menschen auf der Welt abzulenken?
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Musste man sich schon wundern, wie Frau Merkel die neue Familienministerin Kristina Köhler ausgesucht hat, so zeigt ihre Antwort auf Anfragen in Abgeordnetenwatch, dass ihr das fundamentelle Knowhow für Öffentlichkeitsarbeit offenbar ähnlich wie Herrn Seehofer völlig abgeht. Die Verweigerung der Beantwortung von Anfragen begründet Frau Köhler damit, dass sie grundsätzlich “Vermittler” z.B. Abgeordnetenwatch ablehnt und Auskünfte nur direkt oder über ihre Homepage erteilt. Das bedeutet sicher, dass die neue Ministerin alle Anfragen von Zeitungen, Fernsehen, Rundfunk usw also typische “Vermittler” ebenso ablehnt. Frau Köhler sollte sich klarmachen, dass ihr Klientel nicht mehr die Kungelrunden des Bundestages und der CDU sondern vor allem Jugendlichen sind, die ihre Informationen vorwiegend aus dem Internet beziehen. Frau Köhlers Homepage wird dabei mangels Inhalten und Masse wohl bei der typischen Google Suche zu bestimmten Sachverhalten nicht gefunden werden. Unverständlich ist aber auch, dass sich der Minister Lehrling, nicht von der gewiss guten Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit (die ja für Frau von der Leyen exzellent gearbeitet hat) des Ministeriums hat beraten lassen. Ist das eventuell das erste Anzeichen von Beratungsresistenz bei der Ministerin oder ein Eingeständnis, dass sie ihrer Aufgabe eigentlich noch nicht gewachsen ist und ihrem Stab nicht zutraut, einfache Anfragen von Bürgern zu beantworten ?
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Die Informatik Community in Deutschland und Europa sieht ihre Zukunft sehr gerne in Open Source Software weil damit vor allem kleine und kleinste Firmen hoffen, am Markt überleben zu können und gegen die großen US Firmen anzukämpfen.Man greift zu dieser Strategie weil Deutschland und Europa offensichtlich nicht mit der Dynamik und Marktbeherrschung der US IT Firmen mithalten können. In Deutschland und Europa fehlt es dabei sicher nicht an guten Ideen, es fehlt aber das Risikokapital, wenn kleine Firmen mit Produkt u nd Vertrieb expandieren wollen. LINUX, Firefox, MySQL, Thunderbird oder Open Office werden dabei gern als Beispiele für erfolgreiche Open Source Software erwähnt. In Wahrheit leben diese Leuchtturm Produkte nach der Entwicklung vom Wohlwollen und der Unterstüzung der großen IT Firmen, die Open Source Projekte oder die unentgeltliche Abgabe von Software aus verschiedenen strategischen Überlegungen unterstützen. Meist weil sich die Investition in ein “offizielles” eigenes Produkt nicht lohnt und man auch die notwendige Zahl von guten Entwicklern für diese Produkte nicht spendieren will. Mit der Übernahme von SUN durch Oracle, das sich bisher nicht durch starke Beteiligung an Open Source Projekten hervorgetan hat, wird die Lage am Open Source Markt erheblich schwieriger. Wenn Oracle speziell für JAVA Lizentgebühren verlangen würde, wäre der Preisvorteil vieler Java basierender Produkte (auch bei der Konkurrenz) sicher verloren. Die Entwickler von kostenlosen oder OpenS ource Code würden dann hauptsächlich für den Profit von ORACLE arbeiten. Da hielte sich die Begeisterung dann schnell in Grenzen. Etablierte Open Source Produkte gehen in der Regel nach einer gewissen Zeit in Privatbesitz über (siehe LINUX -> Red oder MySQL -> Sun). Speziell durch die Übernahme von MySQL durch ORACLE als Teil der SUN Übernahme läßt ORACLE die EU ziemlich im Regen stehen. Die schöne Open Source Illusion der EU zerplatzt damit wie eine Seifenblase. Ein weiteres Beispiel wie staatliche Entwicklungshilfe für bestimmte Industriesegmente scheitert.
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Während in Deutschland endlos diskutiert wird wie zumindest die Grundversorgung mit Lebensmitteln speziell von Kindern gesichert werden kann, praktiziert man eine recht pragmatische Lösung in USA. Essensgutscheine werden in Form von speziellen Karten ausgegeben mit denen man enen definierte Anzahl von Grundnahrungsmitteln im regulären Lebensmittelhandel ähnlich wie mit einer Kreditkarte kaufen kann. Dieses Verfahren hat minimale Verwaltungskosten und wird sowohl von den Bedürftigen als auch von den Händlern angenommen, da es die bereits vorhandene Infrastruktur für Kartenzahlungen benutzt. Damit wird zwar nicht verhinder, dass manche Bedürftige ihr “freies” Geld nach wie vor für Alkohol und andere nicht lebenswichtige Dinge ausgeben, es wird aber zumindest die Grundversorgung mit Lebensmitteln speziell für Kinder gesichert. Traurig aber wahr – in USA erhalten bereits 25 % der Kinder diese spezielle Form von Sozialhilfe.
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Bei der letzten Bundestagswahl hat das Internet noch keine große Rolle gespielt u.a. weil CDU und SPD sich auf die uninformierten Wähler des Vorweb Zeitalters konzentrieret haben. Das wird aber bei den nächsten Wahlen wohl nicht mehr funktionieren, da diese Wählergruppe durch natürlichen Schwund ja immer kleiner wird. Meist haben sich die Parteien aber vor der Wahl wenigstens um Internet Auftritte gekümmert , die jetzt als Plattform für die politische Arbeit der Parteien dienen können. Interessant ist es einmal die Aktivitäten der verschieden Partei Stiftungen anzusehen, die ja einen politischen Bildungsauftrag haben und von unseren Steuergeldern gefördert werden.
Rang 1 belegt mit Abstand die FDP speziell mit der Virtuellen Online Akademie der Friedrich Nauman Stiftung. Hier hat man tatsächlich den Eindruck, dass Diskussionen über bestehende FDP Positionen aber auch neuen Ansätze recht offen diskutiert werden. Hier entwickelt sich ganz offensichtlich eine neue Parteikultur weg von muffigen Gaststätten Hinterzimmern der Ortsvereine zu einem offenen Ideen- und Diskussionsforum. Die FDP ist im Web 2.0 angekommen und trifft damit sicher den Nerv ihrer avisierten Zielgruppe .
Hinter der FDP gibt es ein Mittelfeld, das Informationsportale bietet ohne Möglichkeit der Online Beteiliung von Interessenten.Mitmachen und diskutieren ist hier offensichtlich nicht erwünscht.
Rang 2 belegen die Grünen mit der Heinrich Böll Stiftung. Hier werden wenigstens einige Informationen mit ordentlicher Aufmachung präsentiert.
Rang 3 belegen gemeinsam die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU und die Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD. Hier wird ganz egozentrisch dargestellt was diese Institutionen tun. Für Diskussionen stehen zunächst mal die eigenen Experten mit Grundsatzreferaten zur Verfügung. Online Beteiligung gibt’s nicht.
Rang 4++ belegt ganz eindeutig die Hanns-Seidel-Stiftung der CSU. Hier ruht Bayern ganz in sich selbst. Viel Geld wird offensichtlich für die Begegnungsstätten Kloster Banz, Wildbad Kreuth und neuerdings auch München ausgegeben, die als Repräsentationszentren fleißig genutzt aber im Jahr nur von < 50 000 Besuchern (wohl meist CSU Mitgliedern) besucht werden. Das ist eine recht teure Methode zur politischen Bildung.
Geheimtip: Wer mal ein paar schöne Tage in Bayern günstig verbringen will, sollte sich bei den Veranstaltungen der Hanns-Seidel-Stiftung anmelden. Gute Unterbringung, gutes Essen und Trinken sowie Animation auf hohem Niveau sind gesichert. So können Sie wenigstens einen Teil Ihrer Steuergelder in mehr Netto vom Brutto umwandeln.
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Während die deutschen Gesundheitsbehörden die Bürger nur spärlich und auf verschlungenen Wegen über die Gefahr durch die Schweinegrippe unterrichten, hat die US Gesundheitsbehörde eine offizielle Schweine Grippe Website eingerichtet auf der man sich umfassend informieren kann. Dabei gibt es auch Informationen in welchen Gebieten sich die Schweinegrippe ausbreitet und wie schwer die Erkrankungen ablaufen.Man sieht da z.B. dass die Schweinegrippe sich zuerst in den nördlichen, kühleren Bundesländern ausbreitet. Dadurch und z.B. durch die Website einer Selbsthilfegruppe zu Impfrisiken erhalten die Bürger eine wirkliche Hilfe bei der schwierigen Entscheidung, ob sie sich nun impfen lassen sollen oder nicht. Dabei laufen die USA eventuell in das Problem, dass sich zu viele informierte Bürger impfen lassen wollen und der Impfstoff fehlt, weil in USA der für einen Grossteil der normalen deutschen Bevölkerung vorgesehene “gestreckte” Impfstoff in USA nicht zugelassen ist. In Deutschland verfällt aber wohl ein Großteil des teuren Impfstoffs weil sich nicht genügend Bürger mangels Information impfen lassen wollen. Der Weg zur Informationsgesellschaft ist eben lang und holprig. In Deutschland fehlt es offensichtlich an Knowhow bei den Entscheidungsträgern und an Personal in den Behörden, um solche Systeme im Krisenfall rasch aufzusetzen. An Technik liegt und Skill der deutschen IT liegt es wohl nicht. Es ist aber offensichtlich einfacher Geld für die Produkte der Pharnaindustrie als für IT Systeme auszugeben.
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Während sich die Deutschen fragen, wer die Schulden der Krise bezahlen soll, machen sich innovative ITler in USA Gedanken, wie man maroden Geschäftszweigen wieder auf die Beine helfen kann. Eine marode Sparte ist sicher der Buchhandel, der immer mehr Kunden an die Internet Händler verliert. Der traditionsreiche Buchhändler Barnes&Noble in USA ist dabei auf einen interessanten Dienst für den Kunden gekommen, der geschickt die Stärken einer traditionellen Buchhandlung – nämlich die Möglichkeit das Buch vor dem Kauf anzulesen- mit moderner IT kombiniert. In Barnes&Noble Läden wird man mit NOOK, dem neuen E-Book von Barnes&Noble (und Konkurrenten von Amazon’s KINDLE) alle Bücher über eine freie WLAN Verbindung anlesen können. Das soll vor allem junge Kunden in die Läden bringen, die sich heute vorwiegend im Internet bedienen.
Das ist ein sehr schönes Beispiel wie eine neue Technologie (das E-Papier) nur dann Erfolg hat, wenn auch interessante Anwendungen und Vertriebswege geschaffen werden. In Deutschland werden zwar beliebig viele Technologie-Forschungsprojekte gefördert, bei der Umsetzung in neue Produkte versagt jedoch unsere Infrastruktur. Na ja, man kann auch jede neue Falte an der Karosserie eines hochpreisigen Automobils als Fortschritt feiern.
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An der Besetzung der Ministerien kann man ablesen, wo wirklich Veränderungen in der kommenden Legislaturperiode zu erwarten sind. Nur die Posten des Gesundheitsministers und des Verteidigungsministers sind mit Personen besetzt, die sich eventuell durch Veränderungen politisch profilieren wollen. Annette Schavan als alte/neue Forschungsministerin ist dagegen ein Signal, dass sich auf diesem wichtigen Gebiet weiterhin nichts wesentlich verändern wird. Mit der eindeutigen Bevorzugung der Großforschung und der Industrie Platzhirsche sowie eine umständliche und ineffektive Steuerung durch Ministerialbürokratie und Hochschulklüngel wird Deutschland wohl keine Innovationswelle aus der Krise helfen. Die IT Industrie ist das beste Bespiel wie Innovationen heute und in Zukunft abläuft. Die Innovationen kommen nicht über den von der Politik geförderten Weg der Grundlagenforschung und Anwendungsforschung an Universitäten in die etablierten Unternehmen. Leuchtturmprojekte wie Windkraft (hier ist Dänemark Marktführer) oder Solarzellen (das Geschäft ist jetzt ähnlich wie die Halbleiterei im Fernen Osten), die der deutsche Steuerzahler mit höheren Kosten für Strom bezahlt, zeigen das Scheitern der deutschen Innovationspolitik exemplarisch.
Innovationen werden vielmehr von cleveren jungen und manchmal auch älteren Individuen getrieben, die meist ausserhalb der bürokratisierten Forschungs- und Entwicklungspfade agieren. In der nächsten IT Generation kommen die Innovationen wohl ähnlich wie bei Twitter von den Kunden selbst. Die Großunternehmen kaufen dann erfolgreiche Kleinunternehmen und ihre Kunden auf, sobald diese sich am Markt etabliert haben und ihnen das Kapital für weitere Expansion von den Banken nicht mehr zur Verfügung gestellt wird. Dies Strategie kann man z.B. bei Oracle und mit Einschränkungen auch bei IBM beobachten.
Will man Beschäftigung durch Innovation gezielt fördern, muss man junge technische Fachkräfte z.B. über angemessen dotierte Gründungsstipendien und junge Firmen über Beihilfen zu Gehältern unterstützen. Man sollte kein Geld für abstrakte Programme, deren Wirkung auf die Beschäftigung fragwürdig ist und nicht für Unternehmen ausgeben, deren Ableben auch durch massive Förderung nicht verhindert werden kann.
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Baden-Württemberg hat ein Service Portal www.service-bw.de eingerichtet, in dem man auch eine Beschwerdestelle fürs Internet findet.
Hier kann man such u.a. beschweren, wenn gewerbliche oder private SPAM eMail einläuft. Das ist mal eine positive Meldung. Schaut man allerding genauer hin, so gilt dieser Service nur wenn der Betroffene in Baden-Württemberg wohnt oder der Absender im Ländle seinen Sitz hat. Das ist ja im Internet häufig der Fall! Der Amtschimmel wiehert aber noch weiter:
Zitat Service B-W
Eine E-Mail, die ausschließlich dem Zweck dient, Viren zu verbreiten, ist keine Spammail. Eine Beschwerde würde Ihnen in diesem Fall nicht helfen. Tipps zur Vorbeugung, Erkennung und Beseitigung von Virenbefall finden Sie auf den Internetseiten des
Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.
Na ja, was nicht ist kann ja noch werden. Zumindest der Ansatz etwas gegen illegales Verhalten im Internet zu tun ist ja löblich. Unverständlich ist dagegen, dass diese Dienste auf der Ebene eines Bundeslandes und nicht für alle Bundesländer angeboten werden. Das wäre doch mal eine schöne Gelegenheit für länderübergreifende Kooperation und Einsparung von Verwaltungskosten.
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